Wo Menschen zusammenarbeiten, gibt es Meinungsverschiedenheiten – das ist normal. Doch wo liegt die Grenze zwischen üblichen Meinungsverschiedenheiten, Konflikten und Mobbing?
Mobbing ist eine Form von grenzverletzendem, diskriminierendem Verhalten gegen eine Person mit der Absicht, durch demütigen, bloßstellen und schikanieren das Ansehen dieser Person herabzusetzen – meist verbunden mit dem Ziel, sie aus dem Team, dem Kollegium, dem Unternehmen zu verdrängen. Machtdemonstration via Gruppendruck ist die dahinterstehende Motivation. Die Ursache liegt jedoch meist in strukturellen und organisationalen Herausforderungen, oder dissozialem Kommunikationsverhalten. Wenn diese Probleme nicht angegangen werden, kann Frust und Ärger durch Mobbing kompensiert werden.
Die von Mobbing betroffene Person nimmt dabei eine Sündenbockfunktion ein, auf die sich die Aufmerksamkeit bündelt, während das Kernthema immer weiter aus dem Blickfeld gerät.
Obwohl Mobbing zunimmt, steckt die Auseinandersetzung mit diesem Thema in vielen Institutionen noch in den Kinderschuhen. In einer großangelegten Umfrage der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) aus dem Jahr 2024 berichtete fast jeder dritte Erwachsene, schon einmal Opfer von Mobbing gewesen zu sein und stark unter der Anfeindung gelitten zu haben,
Folgen von Mobbing verursachen in Schulen, Behörden und Betrieben nachweislich hohe Kosten durch Fehlzeiten, Fluktuation, Arbeitsgerichtsprozesse und geringere Leistungsmotivation.
Im Feld der Intervention finden sich vor allem Ansprechstellen und Unterstützungsangebote für Betroffene.
Möchte man jedoch im ganzen Team, im Kollegium wieder eine wertschätzende Arbeitsatmosphäre implementieren, bietet sich ein lösungsorientierter, systemischer Interventionsansatz an. Durch Offenlegen der Vorgänge, Setzen eines deutlichen STOPP Signals und vor allem Verantwortungsübernahme kann die destruktive Dynamik beendet werden. Durch die freie Bereitschaft zu prosozialem Verhalten aller Beteiligten wird eine positive Kommunikationskultur initiiert, in der konstruktiv die strukturellen Herausforderungen angegangen werden können.
ANGEBOT
Die Inhalte können im Rahmen eines Tagesseminars für Kollegien, Führungskräfte, Betriebsräte etc. dargestellt und erarbeitet werden.
Zeiten: Tagesseminar 4 Zeitstunden (incl. kleiner Pausen) + ev. Mittagspause
Ebenfalls ist es möglich im Rahmen einer Supervision mit Verantwortlichen eines Teams, eines Betriebes, eines Kollegiums, eine konkrete Situation daraufhin zu untersuchen, ob Mobbing vorliegt. Dran anschließend können Vorgehensweisen zur Intervention besprochen werden.
Kosten: Auf Anfrage
Christine Laude
laude@isgm-hamburg.de
Tel.: 0174 1861974